Für die Menschen, für Westfalen-Lippe
Über uns

Der erste Tag

 
Viele unserer künftigen Patienten sehen dem ersten Tag in unserer Klinik eher ängstlich entgegen.

 Sie stellen sich Fragen wie:

  • Was passiert dort wohl mit mir?
  • Wie werden die Mitpatienten auf mich reagieren?
  • Werde ich mich mit den Betreuern verstehen?
  • Werde ich Freunde finden?
  • Und werde ich genug Durchhaltevermögen haben, um meine Probleme in den Griff zu bekommen?


Psychiatrische Einrichtungen und Kliniken sind häufig mit Vorurteilen belastet. So spuken in vielen Köpfen Phantasien herum, dass die Patienten hier in der Klinik eingesperrt werden, keine Selbstbestimmung mehr hätten usw..

Dadurch wird die Angst vor dem Neuen immer größer.

Diese Befürchtungen sind jedoch ungerechtfertigt, denn es wird dabei häufig vergessen, dass etwas Neues  und Unbekanntes nicht automatisch auch etwas Schlechtes ist.

Viele unserer Patienten sehen den Aufenthalt in der Klinik aber auch als einen ersten Schritt, um den Teufelskreis ihrer Krankheit bzw. ihrer Probleme zu durchbrechen.
Die Hoffnung auf Genesung steigt und die Angst verschwindet. Sie sehen die Klinik als den Ort, wo ihnen geholfen wird gesund zu werden, gesund zu bleiben und wo es möglich ist ein Leben nach der Therapie zu planen und umzusetzen.

Es ist ganz natürlich, dass sich Patienten an ihrem ersten Tag „wie ins kalte Wasser geworfen“ fühlen, aber dieses Gefühl geht durch die Aufnahme in die Patientengruppe, das Kennenlernen der Mitpatienten und die Unterstützung durch die persönlichen Bezugsbetreuer und das Team der Mitarbeiter schnell vorbei.

Nach der Ankunft in der Klinik werden auf der Station die Patientendaten (Name, Geburtsdatum, Anschrift, Anschrift der Eltern, Telefonnummern usw.) von einem Mitglied des Pflege- und Erziehungsdienstes aufgenommen. Viele dieser Daten sind bereits auf der Krankenkassenkarte gespeichert, die daher unbedingt mitgebracht werden muss.


Das daran anschließende Aufnahmegespräch wird mit einem Stationsmitarbeiter und dem zuständigen Stationstherapeuten geführt und kann ein bis zwei Stunden dauern. Bei dem Gespräch sind in der Regel die Eltern oder erziehungsberechtigte Begleitpersonen anwesend, da diese genaue Informationen zu den zu besprechenden Inhalten geben können. Zudem sind sie für die Erteilung der Behandlungsenverständnis und ggf. Schweigepflichtsentbindungen verantwortlich.

Gesprächsthemen können, wenn nicht schon im ambulanten Vorlauf besprochen, unter anderem sein: die Krankheitsgeschichte des Patienten und seine aktuellen Symptome, seine Entwicklung seit der frühen Kindheit, der familiäre Hintergrund und eventuelle familiäre Erkrankungen sowie die schulische Entwicklung des Patienten. Diese genaue Erhebung der Lebensdaten des Patienten dient dazu dem behandelnden Therapeuten ein umfassendes Verständnis für die Geschichte seines Patienten zu geben.

Im Aufnahmegespräch werden auch bereits erste Absprachen bezüglich der Therapieziele und Erwartungen an die Therapie getroffen, die Termine für die Familientherapien und sonstige Familientermine (stationsabängig) werden festgelegt, die Ausgangsregelungen erläutert und die regelmäßigen Beurlaubung (sog. Belastungserprobung) nachhause durch gesprochen.

In den ersten Tagen erfolgt normalerweise auch die körperliche Untersuchung des Patienten. (Keine Angst das tut nicht weh.)

Nach dem Gespräch ist die Zeit für die Verabschiedung von den Eltern / Begleitpersonen gekommen und der Patient kann sich in seinem neuen Zimmer einrichten. Anschließend stellen die Bezugsbetreuer Kontakt zu den anderen Patienten her und erklären dabei unter anderem die Abläufe, Stationsregeln und alles was im Alltag sonst noch wichtig ist.


Natürlich sind alle Patienten froh, wenn der erste Tag geschafft ist, obwohl dieser im Nachhinein gesehen meist gar nicht so schlimm war.

LWL-Klinik Dortmund

- Elisabeth-Klinik -
Kinder- und Jugendpsychiatrie – Psychotherapie –Psychosomatik

im LWL-PsychiatrieVerbund Westfalen

 

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