Für die Menschen, für Westfalen-Lippe
Therapieangebote

Mototherapie

 

 

Mototherapie in der Elisabeth-Klinik

 

Die Mototherapie ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode, die Kindern und Jugendlichen hilft ein angemessenes Leistungs-, Bewegungs-, und Sozialverhalten aufzubauen.
Durch das Erspüren der Körperlichkeit und der Erweiterung der sensomotorischen und psychomotorischen Fähigkeiten in erlebnisorientierten Bewegungs- und Spielräumen,
erweitern die Kinder und Jugendlichen ihr Handlungsrepertoire.
Mototherapie betont, im Vergleich zu anderen bewegungstherapeutischen Verfahren, die persönlichkeitsbildende Wirkung von Bewegungs- und Wahrnehmungslernen.
(vgl. DBM e.V.)


Ziele können sein:
Aktivierung
Steigerung der Selbstwirksamkeit
Verbesserung der Handlungskompetenzen
Realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten
Aufbau eines positiven Selbstkonzepts
Wahren von Grenzen
Verbessertes Sozialverhalten


Drei Säulen der Mototherapie
Selbsterfahrung
z.B. Wahrnehmungen und Erleben des eigenen Körpers, der Sinneserfahrungen, Körperbewusstsein, Erfahren der körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten, Stärken, Vorlieben und eigenen Strategien.

Materialerfahrung
z.B. sich mit den räumlichen und dinglichen Gegebenheiten der Umwelt spielerisch und konstruktiv auseinandersetzen, sich den Gesetzmäßigkeiten der Objektive anpassen bzw. sie sich passend zu machen, erkundendes und experimentelles Lernen über Spiel und Bewegungen

Sozialerfahrung
z.B. mit anderen über Bewegung kommunizieren, Regelspiele mit selbsterstellten bzw. auf die Situation abgestimmten Spielregeln, miteinander / gegeneinander spielen, Rollenspiele, gemeinsam Lösungen für Herausforderungen finden, sich einigen, einbringen und Rücksicht nehmen

 


Kurze Darstellung der Arbeitsweise
Die Mototherapie kann im Einzelsetting oder in der Kleingruppe erfolgen. Sie bietet eine wertschätzende und annehmende Haltung der Therapeutin, lösungsorientiertes Fragen sowie Spielräume zum eigenen Gestalten der Stunden, um sich als selbstwirksam und bedeutend zu erleben. Die Stunden basieren auf Freiwilligkeit und vermitteln eine Grundatmosphäre in der Bewegung Spaß und Freude machen darf – alles kann- nichts muss.

Aufkommende Gefühle werden unterstützend begleitet, Konflikte gemeinsam bearbeitet, Hilfestellungen nur soweit wie nötig angeboten, dafür werden viel Wertschätzung und Anerkennung für eigene konstruktive Ideen und Handlungen kommuniziert und erfahrbar gemacht.
 
Die Einbeziehung und Anleitung von Eltern/Bezugspersonen kann die Behandlung wirkungsvoll unterstützen. Hier geht es überwiegend darum, eine gemeinsame Spielzeit im Sinne von Qualitätszeit miteinander zu erleben, gegenseitige Stärken zu erkennen und die gemeinsame Bindung zu stärken.

 

 

 

Dabei stehen der Mototherapie die Rotunde (Aktivitätenraum im Erdgeschoss der Klinik), der Gruppentherapie-/Bewegungstherapieraum (Kellergeschoss), das Trampolin springen und Außensportaktivitäten zur Verfügung.
Als zusätzliches Angebot kann das Psychomotorische Förderzentrum "Fluvium" des St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum e. V. zweimal wöchentlich genutzt werden.

 

 

Fluvium
Fluvium
Trampolin
Trampolin