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Meine Arbeit als Stationsleitung

Carina Bromm ist kommissarische Stationsleitung in Haus 1. Im Kurzinterview erzählt sie, warum sie sich dazu entschieden hat, im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu arbeiten, was ihr als Stationsleitung besonders wichtig ist und welche Rolle Teamarbeit im Stationsalltag spielt.

Wieso haben Sie sich dazu entschieden, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu arbeiten?

Mein Papa hat als Erzieher in der LWL-Klinik in Lengerich (Erwachsenenpsychiatrie) gearbeitet. Die Geschichten aus seinem Berufsalltag haben mich schon als Kind fasziniert. Mir war schnell klar, dass ich gerne mit Menschen arbeiten möchte. Nach meinem Abitur habe ich daher eine Ausbildung zur Erzieherin gemacht. Ich sammelte erste Berufserfahrungen auf einer Jugendwohngruppe, entschloss mich dann schließlich dazu, Soziale Arbeit an der Fachhochschule Dortmund zu studieren. Hinsichtlich meiner beruflichen Zukunft hatte ich die LWL-Klinik Dortmund, Elisabeth-Klinik schon länger im Auge. Aus diesem Grund absolvierte ich mein Praxissemester hier. Ich fühlte mich sofort wohl und blieb über das Praxissemester hinaus. Nach ca. einem halben Jahr übernahm ich dann kommissarisch die Stelle als Stationsleitung.

Das war doch sicherlich eine große Herausforderung?

Klar, das war eine ziemlich große Herausforderung. Stationsleitung ist man nicht mal eben nebenbei. Daher war mein erster Gedanke: Wie soll das überhaupt gehen? Ich musste schauen, wie ich die Arbeit, das Studium und meine Familie miteinander in Einklang bringen konnte. Zumal ich den Anspruch an mich selbst hatte, das Studium in Regelstudienzeit zu schaffen… Aber ich hatte einfach unglaublich große Lust, die Stelle als Stationsleitung zu übernehmen. Das hat mich motiviert. Es hat funktioniert: Vor kurzem habe ich das Studium erfolgreich abgeschlossen.

Was ist Ihnen als Stationsleitung besonders wichtig?

Für mich ist der Zusammenhalt des Teams ganz entscheidend. Und auch die Fähigkeit, sich als Team weiterzuentwickeln. Das klappt meiner Meinung nach nur, wenn Dinge angesprochen und ausgesprochen werden. Ein regelmäßiger Austausch untereinander ist daher unverzichtbar, um Herausforderungen gemeinsam anzugehen und die Patient:innen bestmöglich begleiten zu können.

Was macht Ihnen an der Arbeit besondere Freude?

Ich mag den Stationsalltag und die Arbeit im Team super gerne, das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Als Stationsleitung habe ich sehr vielfältige Aufgaben. Ich bin für die Personalführung und Einsatzplaung zuständig, verantworte die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen dem Team, der Klinikleitung und anderen Berufsgruppen wie Ärzten und Therapeuten, nehme an Meetings und Visiten teil und auch der Kontakt zu den Patienten ist nach wie vor Teil meiner Arbeit. Daher finde ich es sehr wichtig, präsent als Ansprechpartnerin auf der Station zu sein – sowohl für meine Kolleginnen und Kollegen als auch für die Jugendlichen.

Wie würden Sie Ihr Team in drei Worten beschreiben?

Gegenseitig unterstützend, vielseitig und humorvoll